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2. Zeit in München
- reiste am 16.03.1894 nach München zur Mutter, die bereits 1892 mit
seinen Geschwistern übersiedelte
- Voluntär bei Versicherung; Mitglied des Akad. - Dramat. Vereins
- 1. Novelle "Gefallen" in Leipziger Zeitschrift "Die Gesellschaft" erschienen
- ab Herbst 1894 bis 1896: Gasthörer an Techn. Hochschule München
(Berufsziel: Journalist), Vorlesungen: Volkswirtschaft, Kunst- und Literaturgeschichte
u.a von nun an ununterbrochene lit. Tätigkeit
(- Italienreisen)
(- Verbindung zum S. Fischer Verlag Berlin, Ziel: Vorbereitung eines ersten
Novellenbandes)
- nach Rückkehr: Studium von Schopenhauers philosophischen Hauptwerk "Die
Welt als Wille und
Vorstellung"
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Begegnung mit einem Denker, der einen starken Einfluß auf die
Weltanschauung des jungen Th. hatte
- 1898 "Der kleine Soldat" - 6
Novellen
Eintritt in "Simplicissimus" bis 1900
- 1900 ¼ Jahr Wehrdienst, Sehnenscheidenentzündung
# konnte entrinnen; “Geschrei,
Zeitvergeudung und eiserne Schmucklosigkeit quälen mich über die
Maßen ...”, wollte sich an “ideale und männliche
Gangart” nicht gewöhnen, “die Parademarsch
heißt”
- äußere Geschehnisse griffen auch ins Dasein des Künstlers
ein
- Revolution und Ermordung des bayr. Ministerpräsidenten Kurt Eisner
beeinflußte öffentliches Leben, weil der heroische Kampf d.
Münchner Arbeiter, von opportunistischen sozialdemokr. Führern
veraten, von anarchistischen Wirrköpfen irregeleitet, in einem
unbeschreiblichen Terror der Konterrevolutionären weißen Garde
erstickte
- Eingreifen von Kollegen Ernst Toller (einem der Führer der
Münchner Räterepublik) war es zu verdanken, daß Thomas Manns
Haus in der Poschingerstr. nicht geplündert und er selbst mißhandelt
wurde
- März nächsten Jahres erkrankte Frau Katja schwer
- Inflation: immer größere materielle
Sorgen
“Ohne
fremdes Geld könnte man bei einer Familie wie der meinen ja heute schon
nicht mehr leben. Wie jedermann bin ich bedacht, welches herbeizuschaffen ... So
wird man zum tätig sich tummelnden Erwerbsmann auf seine älteren Tage
... Jetzt wende ich mich dem “Zauberberg” wieder zu, muß aber
... zugleich amerik. Briefe schreiben, was natürlich
aufhält.”
(klagte er seinem
Verleger S. Fischer 1922)
- 11.03.1923 Tod der Mutter, deren letzte Jahre (von Leid bestimmt) T.M. sehr
bedrückte; er hatte dennoch Zeit für Sammlungen, Lektüren,
Theater- und Konzertbesuche, Gespräche unter Freunden,
Vortragsverpflichtungen (
#bewundernswert)
- 1923 “Goethe und Tolstoi” #
Vortrag “von dt. Republik” #
Rede
- 1924 “Zauberberg”
- 1925 “Bemühungen”, neue Folge der gesammelten Abhandlungen
und kleinen Aufsätze
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